Hans-Christian Lehmann über Eindrücke aus seinem Wahlkampf

Im Gespräch mit Jürgen Orthaus

JO: Ein Monat Wahlkampf liegt hinter Dir. Ein wahrer Marathonlauf.

HCL: Ja! Aber er hat auch wahnsinnig viel Spaß gemacht. Es war unheimlich schön, die ganzen Ortschaften kennen zu lernen. Jetzt weiß ich, wo die Sorgen sind, wo der Schuh drückt. Es ist schon schön, mit den Menschen zu sprechen, um auf Ihre Bedürfnisse und Ihre Fragen eingehen zu können.

JO: Was hat Dich besonders beeindruckt?

HCL: Windeck mit seinen vielen Orten, das ist der besondere Reiz. Wenn ich sehe, wie die Bürgerinnen und Bürger zusammenhalten in den einzelnen Ortschaften, dann hat mich das immer wieder in Erstaunen versetzt. Zum Beispiel in Alsen: da ist ein Haus abgebrannt. Es wurde von der Bürgergemeinschaft wieder aufgebaut. In Obernau im Bürgerhaus werden gemeinsam Probleme bekämpft. Man versucht das Haus so herzurichten, dass kein Schall rauskommt. Das macht die ganze Dorfgemeinschaft. In einem anderen Ort ist eine Frau von den Kindern in ein Pflegeheim eingewiesen worden, weil sie nicht darauf aufpassen konnten. Und dann hat die Dorfgemeinschaft sie zurückgeholt. Und hat die Frau in ihrem alten Haus gepflegt. Das sind einfach so kleine Geschichten, die wunderschön sind.

JO: Das ist ja ein gutes Zeichen von gelebten Bürgersinn.

HCL: Ja. Und der wird in Windeck ganz hochgehalten.

JO: Ich denke Deine Erfahrungen im Wahlkampf belegen noch mal den Sinn einer
Bürgersprechstunde.

HCL: Ja, das war aber von Anfang an klar. Das war auch der Sinn des Herumgehens durch die Ortschaften. Dass die Bürgerinnen und Bürger sehen, da ist jemand, an den kann man sich wenden.
Auf den kann man zu kommen. Den kann man ansprechen. Dass sie die Scheu vor den Amtsstuben überwinden. Dass sie wissen, da ist Hans-Christian Lehmann, und zu dem kann ich kommen. Und der hat immer ein offenes Ohr für mich. Ich werde auf jeden Fall, ich weiß noch nicht ob alle 14 Tage oder einmal im Monat, eine Bürgersprechstunde einrichten, damit die Bürgerinnen und Bürger kommen und ihre Anliegen persönlich vortragen können.
Zusammen sind wir stärker. Deshalb möchte ich mich bei allen, die mich im Wahlkampf unterstützt haben, herzlich bedanken. Ich weiß, dass es bei manchen manchmal ans Ende ihrer Kräfte ging. Aber sie sind trotzdem dabei geblieben und haben mich unterstützt. Sie sind mit mir gelaufen. Haben mit mir Flyer verteilt. Und haben mich immer wieder aufgebaut, wenn es zwischendurch doch ein bisschen schwierig war. Dafür möchte ich allen meinen Helfern ein herzliches Dankeschön sagen.

JO: Ich denke, mit diesen Erfahrungen möchtest Du gerne Bürgermeister in Windeck werden?

HCL: Oh ja! Jetzt mehr als vorher. Es macht einfach Spaß. Und mit den Bürgern zusammen würde ich mich freuen, diese Gemeinde gemeinsam neu gestalten zu können.

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